Wegbegleiter

»Wir schaffen Vertrauen« – hinter diesem Satz steht die SCHUFA. Welche Rolle spielt die führende Auskunftei in Deutschland dabei, den digitalen Wandel in der Konsumwirtschaft vertrauensvoll zu gestalten? Das beantwortet unser Wegbegleiter Prof. Dr. Michael-Burkhard Piorkowsky, Vorsitzender des Verbraucherbeirats, aus seiner ganz persönlichen Sicht.

prof. dr. michael-burkhard piorkowsky
 

begleitet im Verbraucherbeirat die SCHUFA seit 2008 auf ihrem Weg: Er ist emeritierter Prof. für Haushalts- und Konsumökonomik an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn und seit 2015 Vorsitzender des Beirats. In dieser Funktion sammelt Prof. Piorkowsky Themen, moderiert die Sitzungen und bringt unter anderem Erkenntnisse zum Aspekt der Armutsprävention in die Arbeit des SCHUFA-Verbraucherbeirats ein.

Wir erleben seit Jahren eine zunehmende Digitalisierung in fast allen Lebensbereichen. Datenschutz und Datensicherheit sind damit für jede und jeden eine Herausforderung – bis hin zum Schutz vor Identitätsdiebstahl. Die SCHUFA hat hier eine Vorreiterrolle beim verantwortlichen Umgang mit elektro-nischen Daten: Diese werden nämlich auf Servern in Deutschland gespeichert. Die SCHUFA bietet nicht nur Informationen für Unternehmen, sondern auch für Privatpersonen, zum Beispiel über Bauträger und Handwerker sowie für den persönlichen Datenschutz.

Geht es um die Herausforderungen, die auf die SCHUFA und den Verbraucher zukommen, muss man die zunehmende Mischung der Verbraucherrolle mit unternehmerischen Aktivitäten bedenken. Beispiele dafür sind Verkäufe von ausgesonderten Haushaltsgütern bei Internet-Auktionen, die private Kurzzeitvermietung eines Schlafplatzes oder des eigenen Autos, die Vermietung der nicht selbst genutzten Wohnimmobilie und der Verkauf von Solarstrom von der Dachanlage an den regionalen Energieversorger. Viele dieser Verbraucher-Unternehmer erledigen ihre Verkäufe per Internet und Smartphone. Schon länger wird auch eine politische Rolle der Verbraucher gewünscht, zum Beispiel im Umweltschutz, und vom Verbraucher-Bürger gesprochen. Die Verbraucherrolle der Zukunft muss mehrdimensional gedacht, gefördert und geschützt werden. Die Hoheit über die eigenen Daten ist dafür eine Grundvoraussetzung. Hier könnte der SCHUFA eine Schlüsselrolle zuwachsen. Dabei unterstützt der SCHUFA-Verbraucherbeirat. Er ist eine unabhängige und wohlwollend-kritische Runde, der Experten aus den Bereichen Journalismus, Politik, Verbände, Unternehmen, Haushaltsberatung und Wissenschaft angehören. Auf regelmäßigen Sitzungen und in Arbeitskreisen behandeln wir gesellschaftlich bedeutsame Verbraucheranliegen und regen Problemlösungen an, zum Beispiel zu Fragen des Datenschutzes, des Scorings und der Privatinsolvenz. Dabei erörtern wir die Themen oft kontrovers. Bedenken werden nach innen in die Diskussion gebracht und Erkenntnisse nach außen getragen.

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