Wegbegleiter

Jungen Menschen den kompetenten Umgang mit den eigenen Finanzen und persönlichen Daten zu vermitteln – zu dieser Verantwortung steht die SCHUFA. Wie das mit den Materialien und Aktionen der Bildungsinitiative WirtschaftsWerkstatt (W²) gelingt, berichtet Thomas Roth, Lehrer am Regionalen Beruflichen Bildungszentrum Müritz.

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FOTOGRAFIE_ Privat

DATUM_ 05. Juni 2018

Thomas Roth, Lehrer am Regionalen Beruflichen Bildungszentrum Müritz
 

Der 36-jährige Lehrer aus Wismar unterrichtet die Fächer Wirtschaft und Verwaltung sowie Sozialkunde. Thomas Roth ist verheiratet und verbringt seine Freizeit gern in der Natur.

„‚Wir bilden für den Arbeitsmarkt der Zukunft aus‘ ist das Leitbild unseres Regionalen Beruflichen Bildungszentrums. Meine Auszubildenden – angehende Automobil- und Einzelhandelskaufleute – stehen heutzutage vor ganz besonderen Herausforderungen: Sie sind mit einer sich rasant wandelnden Arbeitswelt konfrontiert. Die Digitalisierung verändert Berufsbilder, einige werden ganz verschwinden und neue werden entstehen. Diese Entwicklung macht ein lebenslanges Lernen erforderlich.

Ich sehe mich als Lernbegleiter, der die jungen Menschen beim Eintritt ins Berufsleben unterstützt und ihre berufliche Handlungskompetenz fördert. Dazu zählt auch, dass sie im Umgang mit den eigenen Finanzen und persönlichen Daten sicher sind und ihre eigene Rolle in der (Konsum-)Gesellschaft reflektieren. In dieser Hinsicht ist das Materialangebot der SCHUFA sehr gut. Denn auch Unterricht hat sich verändert. Die Digitalisierung macht vor dem Klassenzimmer nicht halt. Mir gefällt beispielsweise der innovative Materialien- und Medieneinsatz mit Online-Tagebüchern und Video-Tutorials. Ich finde, die Mischung aus den Materialien und insbesondere den Projektangeboten der WirtschaftsWerkstatt machen den Lernerfolg aus. Im vergangenen Jahr haben wir erstmals am W²-Kolleg teilgenommen, einem bundesweiten Wettbewerb zum Thema ‚Upcycling‘. Die Teilnehmer sollten gebrauchte, scheinbar nutzlose Gegenstände oder Stoffe wiederverwerten und somit aufwerten.

Meine Auszubildenden haben selbstständig Teams gebildet und eigenverantwortlich alle Arbeitsschritte geplant. Das hat den Zusammenhalt in der Klasse gestärkt und das Selbstbewusstsein enorm gefördert. Mit selbstgebauten Vielzweck-Garderoben aus alten Autoteilen konnten die Auszubildenden die Jury überzeugen und gingen als Siegerteam aus dem Wettbewerb hervor. Das Kolleg hat Freude und Spaß in den Lernprozess gebracht. Dass meine Auszubildenden gern in den Unterricht kommen, motiviert mich – und ich versuche, noch besser zu werden! Denn auch ich lerne von meiner Lerngruppe.“

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