Erfolgreich quergedacht

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erzählen, wie sie sich beruflich neu erfunden haben. Durch ihren Wechsel zur SCHUFA bringen sie Impulse aus völlig unterschiedlichen Branchen ein.

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FOTOGRAFIE_PRIVAT, SCHUFA, MICHAEL ZELLMER, SOKA-BAU (Detlef Gottwald)

DATUM_26. Juni 2020

Andreas Pesch

Abteilungsleiter Operations und Service-Management

Wer über Monate mit 200 Menschen auf einem Schiff und damit auf engstem Raum zur See gefahren ist, der weiß, was es heißt, eine Mannschaft zu sein, Vertrauen zu haben und Rücksicht zu nehmen. In seinen fünf Jahren als Schiffstaucher bei der Marine hat Andreas Pesch gelernt, in kritischen Situationen Ruhe zu bewahren. Eine Fähigkeit, die ihm nach seiner Marinezeit als Führungskraft bei verschiedenen Unternehmen, ob im Start-up oder in der Wirtschaftsprüfung, sehr half. Am SCHUFA-Standort Berlin führt er seit November 2018 die Abteilung Operations und Service Management mit 60 Mitarbeitern. Gemeinsam mit ihnen sorgt er dafür, dass bei tausenden Anfragen pro Tag Zeitvorgaben für Änderungen und Auskünfte gegenüber Kunden eingehalten werden. Das funktioniert für Pesch am besten, weil „ich mich als Teil des Teams und nie als Kopf sehe“.

Melito van der Ende

Principal Digital Transformation & New Business

Menschen für große Ziele begeistern und sie zu neuen Produktideen führen: für Melito van der Ende ein Traumjob. Spätestens seit er 2015 ein Start-up für einen Energieversorger aufbaute, das innerhalb von neun Monaten eine Smart-Home-Lösung entwickelte. „Damals haben mir Methoden wie das Design Thinking die Augen in Sachen Kundenzentrierung geöffnet – auch weil ich viel Kontakt zu internationalen Gründern hatte.“ Dieses Mindset nützt heute ihm und seinen Kollegen. Bei der SCHUFA bringt van der Ende als interner Berater die richtigen Leute zusammen, um etwa Produkte für den Zahlungsverkehr von Energieversorgern oder Fin-Techs zu entwickeln. Was ihn im Vergleich zu seinem früheren Job immer noch beeindruckt: „Ich hätte nie gedacht, für wie viele Branchen ich hier an digitalen Lösungen arbeiten kann.“

Katharina Gerlof

Sachbearbeiterin Telefonberatung im SCHUFA Privatkunden ServiceCenter

Ab und zu macht Katharina Gerlof ihren Kolleginnen und Kollegen noch eine Freude mit ihrer Backkunst. Doch seit Juni 2019 hat die gelernte Konditormeisterin in der Telefonberatung im SCHUFA Privatkunden ServiceCenter in Köln andere Aufgaben. Ihr Arbeitsleben hat sich dadurch inhaltlich und zeitlich entscheidend gewandelt. Denn so groß ihre Liebe zum Handwerk ist, so anstrengend war für sie das Arbeitspensum in der Backstube – vor allem zu Uhrzeiten, zu denen andere schlafen. Heute ist sie glücklich in der Kundenberatung, wo sie Verbraucher zu Themen wie zum Beispiel Speicherfristen, Fraud Prevention und Score berät. Oder sie hört genau zu und erklärt die Funktion der SCHUFA. Was ihr im Jobvergleich auffällt: „Die enorme Individualität im Kundenkontakt hatte ich hier so nicht erwartet.“

Frauke Remmert

Sachbearbeiterin Anmerkungsmanagement

Frauke Remmert hat mit dem Wechsel zur SCHUFA die Werkbank gegen den Schreibtisch eingetauscht: „Mein damaliger Chef, der Geschäftsführer eines kleinen Elektronikpartners mit Werkstatt und Außendienst, ging in Rente. Da entschloss ich mich, etwas ganz anderes zu machen.“ Die Reparatur vom Kaffeevollautomaten bis zum Smartphone oder die Service-Technik für das Kabelfernsehen ließ sie damit hinter sich. Seit Mai 2019 arbeitet die gelernte Radio- und Fernsehtechnikerin als Sachbearbeiterin im Anmerkungsmanagement am Standort Hannover. Dort übernimmt sie die schriftliche Kommunikation mit Verbrauchern. Dabei hilft ihr die Erfahrung aus ihrem alten Job, Kundenanliegen schnell zu analysieren, dem richtigen Bearbeitungsprozess zuzuführen und den SCHUFA-Datenbestand zu prüfen. Denn Frauke Remmert hat quasi immer den richtigen Schaltplan im Kopf.

Paul Michael Hückel

Referent für CSR und Kommunikation

Schon im Unterricht hat Paul Michael Hückel, ausgebildeter Gymnasiallehrerfür Englisch und Geographie, wann immer möglich, den Schwerpunkt auf das Thema Nachhaltigkeit gelegt: „Doch das war mir nicht genug. Ich wollte mich noch intensiver mit Nachhaltigkeitsthemen beschäftigen.“ Nach seinem Referendariat entschied er sich deshalb, in die freie Wirtschaft zu wechseln, und absolvierte berufsbegleitend den MBA in Sustainability Management. Als Referent für CSR und Kommunikation profitiert er heute von seinem didaktischen Wissen, mit dem er Komplexes einfach vermitteln kann. Denn neben CSR-Berichterstattung und Nachhaltigkeitskonzepten betreut er auch die Bildungsinitiative „SCHUFA macht Schule“ und entwickelt Unterrichtsmaterialien zum Umgang mit Geld.

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